Wie sicher ist die Zukunft junger Menschen in Thüringen? Um diese Frage ging es bei einem besonderen Gesprächsabend in der Weimarer Sendehalle am Mittwochabend, den 7.10.2026: Schülerinnen und Schüler der IGS „Grete Unrein“ Jena und des Adolf-Reichwein-Gymnasiums diskutierten mit Thüringens Ministerpräsident Mario Voigt (CDU) über ihre Sorgen, Erwartungen und Zukunftsperspektiven. Eingeladen hatten die Thüringer Landeszeitung und die Sendehalle Weimar. Herr Schenk bereitete die Begegnung vor und moderierte die rund 100-minütige Gesprächsrunde.

Die Jugendlichen sprachen Klartext. Sie fragten nach beruflichen Perspektiven in Thüringen, bezahlbarem Wohnraum, hohen Lebenshaltungskosten und den Problemen im öffentlichen Nahverkehr. Auch Krieg und Frieden, Wehrdienst, Familiengründung und die Zukunft der sozialen Sicherungssysteme kamen zur Sprache. Hinter den Fragen stand eine zentrale Sorge: Können junge Menschen in Thüringen ihre Zukunft selbstbestimmt und finanziell abgesichert gestalten?

Mario Voigt warb für die Chancen des Freistaats, verwies auf Jenas Wissenschafts- und Forschungslandschaft und ermutigte die Jugendlichen, ihre Zukunft in Thüringen zu sehen. Die Schülerinnen und Schüler erlebten ihn als freundlich, nahbar und aufmerksam. Doch sie fragten auch kritisch nach: Verständnis für ihre Probleme sei wichtig – konkrete Antworten und überzeugende Lösungen seien es ebenso. Gerade bei Fragen zur Mobilität blieben aus ihrer Sicht Wünsche offen.

Der Gesprächsabend war damit mehr als eine Begegnung mit einem Spitzenpolitiker. Er machte deutlich, was politische Bildung leisten kann: Fragen stellen, Positionen hinterfragen und politische Verantwortung an konkreten Erwartungen messen. Ministerpräsident Voigt kündigte zum Abschluss an, Anregungen aus dem Gespräch aufzunehmen und an seine Ministerinnen und Minister weiterzugeben.

Ein offener Dialog, kritische Fragen und unterschiedliche Perspektiven: Unsere Schülerinnen und Schüler haben gezeigt, dass sie sich mit ihrer Zukunft auseinandersetzen und politische Antworten nicht einfach hinnehmen. Die Begegnung hat zugleich verdeutlicht, wie wichtig es ist, junge Menschen ernst zu nehmen und ihnen auf Augenhöhe zu begegnen. Denn wer möchte, dass Jugendliche Verantwortung übernehmen, muss ihnen zuhören – und sich ihren Fragen stellen.

Toralf Schenk

Hier geht es zum vollständigen Artikel in der TLZ, der am 14.10.2026 erschien: https://www.tlz.de/politik/article413396305/lasst-uns-tacheles-reden.html

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